Brief-App-Vergleich 2026: Deutsche Post oder PIN AG, welche App nutzt welches Netz?

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Brief-App-Vergleich 2026: Deutsche Post oder PIN AG, welche App nutzt welches Netz?

85 zu 13 Prozent. So teilen sich Deutsche Post und alle privaten Postdienstleister zusammen den deutschen Briefmarkt auf, laut Bundesnetzagentur-Marktdaten. Sechs gängige Brief-Apps verteilen sich entlang dieser Linie. FrankKi, Briefomat, LetterXpress und Pingen nutzen die Deutsche Post. EasyLetter geht über die PIN Mail AG. PerPost ist Hybrid. Welche App du nehmen solltest, hängt am Use-Case und an dem, was auf dem Umschlag stehen soll.

Schnellvergleich: sechs Apps, drei Versandnetze

Der Schnellvergleich sortiert die Apps nach dem Netz, in dem dein Brief landet. Stand 30. April 2026.

Briefe von sechs deutschen Brief-Apps mit unterschiedlichen Versandnetz-Logos auf einem Schreibtisch
Versandnetz statt Feature-Liste: das ist die ehrlichere Sortierung, wenn dein Brief eine Frist hat.
App / ToolPlattformVersandnetz DeutschlandMarke auf dem UmschlagPro-Brief-Preis (Stand 30.04.2026)
FrankKiiOS 26+ AppDeutsche Post (über Pingen-Fulfillment)Deutsche Postab 2,59 EUR (Pay-per-Use, kein Abo)
BriefomatiOS-/iPadOS-/Mac-/Vision-Pro-AppDeutsche Post DHL (laut Briefomat-AGB)Deutsche Postab 0,99 EUR (Standardbrief)
LetterXpressWeb-onlyDeutsche PostDeutsche Postab 0,81 EUR netto (~0,96 EUR brutto)
PingenWeb-only (CH-Anbieter)Deutsche PostDeutsche Postvariabel, Grundpreis ~0,67 EUR plus Tier-Fee
EasyLetteriOS-/iPadOS-/Mac-/Vision-Pro-AppPIN Mail AG (Berliner Privatkarrier)PIN-Marke (mail-alliance ausserhalb Berlin/Brandenburg)~2,00 EUR pro Brief s/w im Per-Brief-Set
PerPostiOS und AndroidHybrid: Pin Group plus Deutsche Post Last-MilePin Group Branding mit Deutsche-Post-Zustellung1,99 bis 2,50 EUR (erste Seite)

Die Post & DHL App von Deutsche Post ist in der Tabelle bewusst nicht gelistet. Sie verkauft die mobile Briefmarke und macht die Sendungsverfolgung. Sie schreibt aber keinen Brief und versendet keinen. Für den DIY-Workflow (selbst drucken, Marke kleben, einwerfen) ist sie das Standard-Werkzeug. Für eine Brief-App im Sinne dieses Vergleichs nicht.

Wir sind FrankKi, das musst du wissen

Eine kurze Vorbemerkung, bevor du tiefer scrollst: dieser Vergleich kommt aus der Redaktion von FrankKi. Wir sind also Mitspieler, nicht neutrale Tech-Redaktion. Was wir versuchen, ist trotzdem ehrlich zu bleiben. An mindestens zwei Stellen weiter unten sagen wir, wo eine andere App heute besser ist als FrankKi (Spoiler: bei Stückpreis und bei der Plattform-Breite). Du sollst's trotzdem wissen, bevor wir am Ende sagen, in welchem Use-Case wir uns selbst empfehlen.

Warum das Versandnetz überhaupt zählt

Drei Gründe, kurz und ehrlich.

Erstens, der Marktanteil. Deutsche Post hält im Briefgeschäft konstant rund 85 bis 87 Prozent Marktanteil, je nach Veröffentlichungsjahr der Bundesnetzagentur-Marktdaten. Alle Wettbewerber zusammen, also PIN Mail AG, BWPOST, CITIPOST, Postcon und Co, kommen auf rund 13 bis 15 Prozent. Das heisst nicht, dass Privatkarrier schlecht sind. Es heisst, dass dein Empfänger neunmal von zehn Briefen Deutsche Post auf dem Umschlag erwartet, und das ist's, was beim ersten Blick zählt. Das eigene Marken-Logo wird also zur Default-Erwartung.

Zweitens, die Universaldienst-Vorgabe. Das Postgesetz 2025 schreibt für Briefe eine Mindestquote vor: 95 Prozent E+3 (zugestellt am dritten Werktag nach Einlieferung), 99 Prozent E+4. Diese Quote gilt aber nur für Deutsche Post als marktbeherrschenden Anbieter. Privatkarrier setzen ihre Laufzeiten frei. In der Praxis heisst das: PIN Mail AG ist in Berlin und Brandenburg eigene Tour, draussen kommt der Brief über die mail-alliance ans Ziel. Der Universaldienst-Hebel der BNetzA greift hier nicht direkt. Mehr zu Laufzeiten haben wir im Ratgeber zu den Postlaufzeiten 2026 aufgeschlüsselt.

Drittens, das Trust-Signal. Sachbearbeiter, Vermieter und Versicherungs-Sachbearbeiterinnen lesen täglich Stapel von Briefen. Wenn sie den Umschlag aus dem Korb ziehen, scannen sie in Sekunden: Absender, Datum, Versandstempel. Das Deutsche-Post-Logo ist dabei das visuelle Default. Ein PIN-Logo aus Berlin ist nicht falsch, aber es macht zwei Sekunden Pause, bis der Sachbearbeiter weiterliest. Bei einer fristgebundenen Kündigung willst du dir die Pause sparen.

Rechtlich (das gehört in die Klammer) macht das Liefernetz keinen Unterschied: nach §130 BGB zählt der Zugang im Briefkasten, nicht das Logo auf dem Umschlag. Aber Recht und Praxis sind zwei verschiedene Sachen. Die Bundesnetzagentur-Marktdaten bestätigen das 85-zu-13-Verhältnis als stabilen Trend über Jahre.

Gruppe A: Deutsche-Post-Netz (vier Anbieter)

Versandweg vom Druckzentrum bis zum Briefkasten, dargestellt als Timeline mit Deutsche-Post-Knoten
Vier Apps führen am Ende beim gleichen gelben Briefkasten an. Was auf der Strecke davor passiert, unterscheidet sie.

FrankKi (iOS 26+ App)

FrankKi ist eine native iOS-26-App und schreibt Briefe mit KI auf Deutsch und Du-Ansprache. Im DE-Versand läuft der Brief über Pingen als Fulfillment-Partner, dort durch ein Druck-Center und dann in die Deutsche Post. Auf dem Umschlag steht Deutsche Post. Das Pricing ist Pay-per-Use ohne Abo, der Stückpreis im Pillar-Vergleich nachzulesen.

Die ehrliche Schwäche, die hier hingehört: FrankKi liegt im Pay-per-Use deutlich über LetterXpress und Pingen. Wer 50 Briefe im Monat aus einer Buchhaltungs-Software heraus verschickt, fährt bei LetterXpress mit ~0,96 Euro brutto pro Brief deutlich günstiger als bei FrankKi. Der Aufpreis bei FrankKi geht in den iPhone-Workflow, in die deutsche KI und in die Pay-per-Use-Logik ohne Mindestkauf. Wenn du keinen iPhone-Workflow brauchst, lohnt sich der Aufpreis nicht.

Briefomat (iOS-/Mac-/Vision-Pro-App)

Briefomat versendet ebenfalls über die Deutsche Post, der Versandpartner steht in der Briefomat-AGB als "Deutsche Post DHL". Auf dem Umschlag landet also wieder die gelbe Marke. Die App läuft auf der ganzen Apple-Plattform-Breite mit Mindest-iOS 13. Vom Stückpreis her ist Briefomat günstig (Standardbrief ab 0,99 EUR).

Der Haken (und das ist die Honesty-Note in dieser Gruppe): Briefomat hat im App Store seit Juli 2023 kein Update mehr bekommen. Stand 30. April 2026 sind das fast drei Jahre Update-Stillstand. Für einen Geburtstagsbrief egal. Für eine fristgebundene Kündigung ein Risiko, weil ein Bug im PDF-Generator oder ein iOS-Sicherheitsupdate, das die App rauswirft, schlagartig deinen Versand killen kann. Den ausführlichen Vergleich findest du in FrankKi vs Briefomat. Wenn du gerade einen Wechsel planst, ist Briefomat-Alternativen 2026 der richtige Halt.

LetterXpress (Web-only)

LetterXpress ist Web-only, kein iOS-Client, kein Android-Client. Du loggst dich im Browser ein, lädst dein PDF hoch oder druckst direkt aus Word über den LetterXpress-Druckertreiber, und der Brief geht in die Druckzentrale. Versendet wird über die Deutsche Post. Auf dem Umschlag steht Deutsche Post. Im Stückpreis ab 0,81 EUR netto (~0,96 EUR brutto) ist LetterXpress die günstigste Option in dieser Gruppe.

Wo LetterXpress glänzt: B2B-Workflows mit Buchhaltungs-Anbindung, REST-API für Drittanbieter, ISO-27001- und ISO-9001-Zertifizierungen, deutsches Rechenzentrum. Was fehlt: ein iPhone-Workflow für unterwegs. Wer am Schreibtisch sitzt, bekommt bei LetterXpress den besten Stückpreis im Deutsche-Post-Netz. Den vollen 1-vs-1 haben wir in FrankKi vs LetterXpress aufgeschlüsselt.

Pingen (Web-only, Schweizer Anbieter)

Pingen kommt aus der Schweiz und betreibt ein API-First-Web-Tool. Für DE-Briefe wird das Pingen-PDF in einem deutschen Druckzentrum gefertigt und über die Deutsche Post zugestellt. Auf dem Umschlag steht Deutsche Post. Pingen ist auch der Fulfillment-Partner, über den FrankKi-Briefe in das Deutsche-Post-Netz kommen. Wenn du einen FrankKi-Brief an deine Tante in Wuppertal schickst, geht er physisch durch ein Pingen-Druckzentrum, bevor die Deutsche Post ihn zustellt.

Pingen ist die richtige Wahl für Entwickler: API, Webhooks, Automatisierung. Für Konsumenten ohne Code-Kenntnisse ist die UX dünn. Den Stückpreis-Vergleich gibt es im Ratgeber zu Brief-Preisen 2026.

Gruppe B: PIN-Mail-AG-Netz (ein Anbieter)

EasyLetter (iOS-/Mac-/Vision-Pro-App)

EasyLetter ist die Ausnahme im Apps-Feld. Felix Brix entwickelt EasyLetter aus Berlin als Indie-App, App-Store-Bewertungen liegen stabil bei 4,6 Sternen mit über 1.200 Ratings. Im DE-Versand läuft der Brief über die PIN Mail AG, einen lizenzierten privaten Postdienstleister mit Sitz in Berlin. Auf dem Umschlag landet das PIN-Logo, ausserhalb Berlin und Brandenburg übernimmt einer der mail-alliance-Partner die Zustellung (BWPOST in Baden-Württemberg, CITIPOST in Niedersachsen, Postcon und Co an anderen Standorten).

Was viele übersehen: in Berlin und Brandenburg ist PIN Mail AG kein Underdog. Der Anbieter hat dort eigene Touren, B2B-Briefversand für Berliner Mittelstand, eigene Zustellquoten. Für einen Berliner Empfänger ist eine PIN-Marke auf dem Umschlag völlig unauffällig. Wer in Berlin lebt und EasyLetter nutzt, hat im eigenen Postleitzahl-Bereich oft sogar die schnellere Tour. Das ist die kleine Pointe, die in 90 Prozent aller Brief-App-Vergleiche fehlt.

Ausserhalb Berlin und Brandenburg läuft der EasyLetter-Brief über die mail-alliance. Die mail-alliance ist ein bundesweites Cooperation-Netzwerk regionaler Privatkarrier, das gemeinsame Zustellung in Gebieten ohne eigene Tour ermöglicht. Das funktioniert technisch sauber und ist rechtlich völlig in Ordnung. Aber das Logo auf dem Umschlag ist eines, das ein Sachbearbeiter in Bayern oder NRW seltener sieht. Den 1-vs-1 mit allen Use-Cases gibt es in FrankKi vs EasyLetter.

Einschreiben-Beleg auf einem Tisch mit Brief und Stift, fotografiert von oben
Beim Einschreiben unterscheiden sich die Beweiswege. Im Deutsche-Post-Netz greift der klassische Einschreibe-Beleg, im PIN-System läuft die Beweisführung über das jeweilige Carrier-Tracking.

Gruppe C: Hybrid Pin Group plus Deutsche Post (ein Anbieter)

PerPost (iOS und Android)

PerPost ist die einzige App in diesem Vergleich, die nativ auf Android läuft. Versandseitig stützt sich PerPost auf eine Pin-Group-Partnerschaft, deren Last-Mile in Deutschland häufig die Deutsche Post übernimmt. Auf dem Umschlag landet eine Pin-Group-Branding-Variante mit Deutsche-Post-Zustellung. Pro-Brief-Preis 1,99 bis 2,50 EUR für die erste Seite. Die Anbieter-Eigenangaben (100.000+ Briefe, 10.000+ Nutzer, 99,8% Zustellrate) sind nicht unabhängig verifiziert, sondern stehen so auf der PerPost-Hero.

Wem das genaue Branding auf dem Umschlag egal ist und wer Android nutzt, ist bei PerPost gut aufgehoben. Wer im Filter "100 Prozent Deutsche Post" sucht, ist mit FrankKi oder Briefomat näher dran. Die Pin-Group-Last-Mile ist nicht falsch, aber es ist nicht der reine Deutsche-Post-Fall.

Anchor: Post & DHL App (DIY)

Die Post & DHL App ist Deutsche Posts eigene App, iOS und Android. Sie kauft die mobile Briefmarke, trackt Sendungen und findet Filialen. Sie schreibt keinen Brief und sie versendet keinen, ein Mensch muss am Drucker drucken, kuvertieren, in den Briefkasten werfen. Wer "100 Prozent Deutsche Post" als Trust-Signal will und auf Eigenleistung beim Drucken bereit ist, kombiniert die Post & DHL App für die Marke mit einem normalen Drucker und einem Briefkasten an der Ecke. Wer keinen Drucker hat oder nicht aus dem Haus will, nimmt eine der vier Apps aus Gruppe A. So einfach geht's.

Use-Case-Matrix: welches Netz passt zu welchem Brief?

Dein AnliegenEmpfehlungBegründung
Kündigung mit Frist an Versicherung oder Vermieter ausserhalb Berlin/BrandenburgDeutsche-Post-App (FrankKi, Briefomat, LetterXpress, Pingen)Deutsche-Post-Logo als Default-Trust-Signal beim Sachbearbeiter.
Brief mit Frist an einen Berliner Empfänger (Vermieter, Behörde, Mittelstand)EasyLetter ist legitimPIN Mail AG hat in Berlin und Brandenburg eigene Tour mit gleicher oder besserer Laufzeit.
50+ Briefe pro Monat aus Buchhaltungs-Workflow ohne iPhoneLetterXpress (Web)Stückpreis ab ~0,96 EUR brutto, Druckertreiber, REST-API.
Entwickler-Use-Case mit API-AnbindungPingen oder LetterXpressBeide haben dokumentierte REST-APIs, beide gehen über Deutsche Post.
iPhone-Konsument, der einmal pro Monat einen formellen Brief schicktFrankKiDeutsche Post auf dem Umschlag, Pay-per-Use ohne Abo, KI auf Deutsch.
Tablet- oder Mac-Workflow, mehrere Briefe pro Monat, Farbdruck oder SerienbriefeEasyLetteriPad, Mac und Vision Pro werden unterstützt, Farbdruck und CSV-Serienbriefe sind live, Versand allerdings über PIN Mail AG.
Geburtstagsbrief an die Tante in WuppertalegalBei privaten Empfängern zählt das Markenlogo nicht. Nimm die App, die den Workflow am angenehmsten macht.
Android-Nutzer ohne iPhonePerPostEinzige App im Vergleich mit nativer Android-Version. Pin Group plus Deutsche-Post-Last-Mile.
Kompromisslos "100 Prozent Deutsche Post", Drucker zuhausePost & DHL App plus eigener DruckerMobile Briefmarke kaufen, selbst drucken, einwerfen. Keine App-Mathe nötig.

Wo jede Gruppe glänzt

Gruppe A (Deutsche Post) glänzt:

  • Default-Trust-Signal beim Empfänger (sieben von zehn Empfänger erwarten unbewusst Deutsche Post)
  • Universaldienst-Vorgabe 95 Prozent E+3 greift, BNetzA-Beschwerderecht möglich
  • Klassischer Einschreibe-Beweisweg an Behörden und Gerichten
  • Pricing-Spannweite vom Stückpreis ~0,96 EUR (LetterXpress) bis Premium-Workflow (FrankKi, Briefomat) abgedeckt

Gruppe B (PIN Mail AG) glänzt:

  • Beste Tour in Berlin und Brandenburg, eigene B2B-Logistik im Stadtgebiet
  • Plattform-Breite (EasyLetter läuft auf iPhone, iPad, Mac, Vision Pro, Watch, TV)
  • Live-Features wie CSV-Serienbriefe, Farbdruck und internationaler Versand, die andere Apps noch nicht haben

Gruppe C (Hybrid) glänzt:

  • Einzige App im Vergleich mit nativer Android-Unterstützung
  • Last-Mile-Zustellung läuft praktisch häufig über die Deutsche Post
Briefmarke und Briefumschlag mit Deutsche-Post-Logo in der Nahaufnahme
Marke und Logo auf dem Umschlag: das ist das Trust-Signal, das viele Empfänger in Sekunden lesen, ohne dass sie es bemerken.

Das Urteil

Wähle eine Gruppe-A-App (Deutsche Post), wenn dein Brief an einen Empfänger ausserhalb Berlin/Brandenburg geht und eine Frist hat. Konkret: eine Kündigung von Versicherung, Mobilfunk oder Mietvertrag. Ein Widerspruch gegen einen Bescheid. Ein Anschreiben an Behörden, Vermieter, Banken. Innerhalb dieser Gruppe entscheidet der Workflow: FrankKi für iPhone-Konsumenten mit KI-Bedarf, Briefomat als Bestands-App mit Update-Risiko, LetterXpress für Buchhaltungs-Volumen ab 50 Briefen, Pingen für API-Use-Cases.

Wähle EasyLetter, wenn dein Empfänger in Berlin oder Brandenburg sitzt und du die Plattform-Breite (iPad, Mac, Vision Pro), CSV-Serienbriefe oder Farbdruck brauchst. Auch ehrlich: für Briefe an Berliner Empfänger ist die PIN-Mail-AG-Tour oft die schnellere Variante. Wer in Berlin wohnt, hat hier wenig Grund zur Skepsis.

Wähle PerPost, wenn du Android nutzt und keine iPhone-App in Frage kommt. Die Pin-Group-Last-Mile ist nicht reines Deutsche-Post-Branding, aber praktisch landet der Brief häufig im Deutsche-Post-Netz.

Überspring alle Apps, wenn du einen Drucker hast und der Briefkasten an der Ecke steht. Mit der Post & DHL App kaufst du die mobile Briefmarke und sparst dir den App-Aufpreis komplett. Die Eigenleistung kostet zehn Minuten, der Stückpreis liegt im Briefporto-Bereich.

Wenn du FrankKi ausprobieren willst, findest du die aktuelle iOS-Version und das vollständige Pay-per-Use-Pricing direkt in der App. Den vollständigen Round-Up aller sechs Apps mit Feature-Tabellen gibt es im Pillar Die beste Brief-App 2026.

Quellen und Methodik

Marktanteils-Zahlen stammen aus den Bundesnetzagentur-Marktdaten Post und dem jährlichen Tätigkeitsbericht Post. Universaldienst-Vorgaben (95 Prozent E+3, 99 Prozent E+4) ergeben sich aus dem Postgesetz 2025 in Verbindung mit der PUDLV. Anbieter-Daten (Plattform, Pricing, Letztes Update) wurden am 30. April 2026 im Apple App Store DE und auf den Anbieter-Webseiten verifiziert. Hintergrund zu PIN Mail AG findest du auf pin-ag.de, der mail-alliance-Verbund dokumentiert seine Mitglieder unter mail-alliance.de. Die Werte sind Snapshots, die Anbieter ändern Tarife laufend, also vor dem Klick auf Download nochmal kurz auf der Anbieter-Seite gegenchecken.

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Frequently Asked Questions

Welche Brief-App nutzt die Deutsche Post?
Vier von sechs Apps in diesem Vergleich gehen über die Deutsche Post: FrankKi (über Pingen-Fulfillment), Briefomat (laut Briefomat-AGB "Deutsche Post DHL"), LetterXpress (Web-only) und Pingen (Schweizer Anbieter, in Deutschland über Deutsche Post). EasyLetter ist die Ausnahme und versendet über die PIN Mail AG. PerPost ist Hybrid mit Pin-Group-Branding und Deutsche-Post-Last-Mile. Die Post & DHL App von Deutsche Post selbst schreibt keinen Brief und versendet keinen, sie verkauft die mobile Briefmarke.
Ist die PIN Mail AG genauso gut wie die Deutsche Post?
Es kommt darauf an, wo dein Empfänger sitzt. In Berlin und Brandenburg betreibt PIN Mail AG eigene Touren mit eigener Logistik, dort ist die Zustellung in vielen Fällen gleich schnell oder schneller als die Deutsche Post. Ausserhalb dieses Raums läuft der PIN-Brief über die mail-alliance, ein bundesweites Cooperation-Netzwerk regionaler Privatkarrier (BWPOST, CITIPOST, Postcon und Co). Das ist legal, funktioniert und steht unter den allgemeinen Postgesetz-Regeln. Was anders ist: das Markenlogo auf dem Umschlag und der Beweisweg beim Einschreiben.
Macht das Versandnetz rechtlich einen Unterschied?
Nein. Nach §130 BGB zählt der Zugang beim Empfänger, nicht der Versanddienstleister. Ein Brief ist mit dem Einwurf in den Briefkasten zugestellt, egal ob Deutsche Post, PIN Mail AG oder ein mail-alliance-Partner ihn dahin gebracht hat. Bei Einschreiben unterscheidet sich der konkrete Beweisweg: im Deutsche-Post-System gibt es den klassischen Einschreibe-Beleg, den jeder Sachbearbeiter und jedes Gericht auf den ersten Blick kennt. Im PIN-System läuft die Beweisführung über das jeweilige Carrier-Tracking. Praktisch nicht schlechter, aber ungewohnter.
Warum hält die Deutsche Post 85 Prozent Marktanteil?
Die Bundesnetzagentur veröffentlicht jährlich Marktdaten zum deutschen Briefmarkt. Über die letzten Jahre liegt der Deutsche-Post-Anteil stabil bei rund 85 bis 87 Prozent, alle privaten Postdienstleister zusammen kommen auf rund 13 bis 15 Prozent. Historisch ist das eine Folge des ehemaligen Briefmonopols, das 2008 fiel. Bis heute hat keiner der Privatkarrier ein bundesweites Netz aufgebaut. PIN Mail AG, BWPOST und Co sind regional stark, decken zusammen aber nicht die Fläche der Deutschen Post ab. Mehr Hintergrund zu Briefporto und Pricing im <a href="/blog/was-kostet-ein-brief-2026">Ratgeber zu Brief-Preisen 2026</a>.
Welche App ist am günstigsten im Stückpreis?
LetterXpress liegt im Stückpreis vorne: ab 0,81 EUR netto, das sind etwa 0,96 EUR brutto pro Brief mit 19 Prozent Umsatzsteuer. Pingen ist je nach Volumen-Tier ähnlich oder leicht teurer (Grundpreis ~0,67 EUR plus Processing-Fee plus Papier-Aufschlag). Briefomat liegt mit ab 0,99 EUR Standardbrief im gleichen Bereich. EasyLetter beginnt im Per-Brief-Set bei ~2,00 EUR (3,99 EUR für 2 Briefe schwarzweiss). FrankKi ist mit ab 2,59 EUR Pay-per-Use teurer als die Web-Tools, der Aufpreis geht in iPhone-Workflow und KI auf Deutsch. PerPost liegt bei 1,99 bis 2,50 EUR für die erste Seite.
Welche Brief-App läuft auf Android?
Im Vergleich nur eine: PerPost ist als native iOS- und Android-App verfügbar. Alle anderen Apps in diesem Vergleich sind iOS-zentriert (FrankKi, Briefomat, EasyLetter) oder Web-only (LetterXpress, Pingen). Die Post & DHL App von Deutsche Post selbst gibt es ebenfalls für Android, sie verkauft aber nur die mobile Briefmarke und schreibt keinen Brief. Wenn du Android nutzt und einen Brief direkt aus der App verschicken willst, ist PerPost heute die einzige direkte Option, oder du nutzt eine der Web-only-Lösungen (LetterXpress, Pingen) im Browser.
Was bedeutet die mail-alliance bei EasyLetter genau?
Die mail-alliance ist ein bundesweites Cooperation-Netzwerk mehrerer regionaler privater Postdienstleister. Mitglieder sind unter anderem PIN Mail AG (Berlin), BWPOST (Baden-Württemberg), CITIPOST (Niedersachsen), Postcon und weitere. In Gebieten ohne eigene Tour übergibt PIN Mail AG den Brief an den jeweiligen mail-alliance-Partner, der dort eine Tour fährt. Das funktioniert technisch wie ein Frachtnetz: jeder Partner stellt die letzte Meile in seiner Region. Für dich als Absender heisst das: dein EasyLetter-Brief landet im Briefkasten, aber das Logo auf dem Umschlag richtet sich nach dem zustellenden Partner, nicht nach EasyLetter oder PIN Mail AG. Beim Einschreiben oder einer fristgebundenen Kündigung ausserhalb Berlin/Brandenburg ist das ein Punkt, den du kennen solltest. Mehr zur Beweisfrage findest du im Ratgeber <a href="/blog/einschreiben-vs-normaler-brief">Einschreiben vs normaler Brief</a>.
Felix Otten

Written by

Felix Otten

Tech-Redakteur und App-Vergleichsautor at FrankKi Redaktion

Felix testet seit acht Jahren iOS- und Web-Apps für deutsche Tech-Publikationen. Bei FrankKi schreibt er ehrliche Vergleiche zwischen FrankKi und anderen Brief-Apps, inklusive der Schwächen von FrankKi.